1.5. Wählen Sie das Installationsmedium aus

Laden Sie sich ein ISO-Image von www.ipcop.org herunter. Die Grösse betägt etwa 28 Megabyte.

Es gibt drei Varianten, wie Sie IPCop installieren können. Die folgende Tabelle faßt die Anforderungen für diese Möglichkeiten zusammen:

Tabelle 1.1. Installationsmethoden

MethodeBoot-DisketteTreiber-DisketteCD-LaufwerkFTP/Web-Server
Bootbare CDNNYN
Bootbare Diskette mit CDYNYN
Bootbare Diskette mit FTP/Web-ServerYYNY

Wenn der IPCop-PC ein CD Laufwerk hat und das BIOS ein Booten von CD ermöglicht, können Sie die Option „Bootbare CD“ für die Installation verwenden. Das CDROM-Laufwerk kann nach der Installation wieder aus dem PC entfernt werden.

Wenn der IPCop-PC nicht von der CD starten kann, Sie aber über ein CD und Diskettenlaufwerk verfügen, können Sie die Methode „Bootbare Diskette mit CD“ verwenden. Beide Laufwerke können nach der Installation entfernt werden. Falls Sie jedoch die Backup- und Restore-Funktionen von IPCop verwenden möchten, wird das Diskettenlaufwerk weiterhin im IPCop-PC gebraucht.

Falls Sie nur über ein Diskettenlaufwerk verfügen oder Sie keinen CD-Brenner besitzen, müssen Sie die Methode „Bootbare Diskette mit FTP/Web-Server“ verwenden. Auch hier gilt, dass Sie das Diskettenlaufwerk nach der Installation entfernen können. Falls Sie jedoch die Backup- und Restore-Funktionen von IPCop verwenden möchten, wird das Diskettenlaufwerk weiterhin im IPCop-PC benötigt.

1.5.1. Erstellen der CD

Wenn Sie einen CD-Brenner besitzen, erstellen Sie mit einer Brennsoftware die CD aus dem ISO-Image. Beachten Sie bitte, dass das CD-Image das Abbild einer vollständigen CD enthält. Bei einigen Brennerprogrammen ist der Menüpunkt „CD von ISO-Image erstellen“ jedoch nicht leicht zu finden. Sollten Sie am Ende also auf Ihrer erstellten CD nur eine einzige Datei vorfinden, wurde die CD nicht korrekt erstellt.

1.5.2. Das ISO-Image mounten

Sollten Sie keinen CD-Brenner besitzen, ist das auch kein Problem. Sie können IPCop dennoch installieren, jedoch mit einigen Umwegen. Welche Wege Sie gehen müssen, hängt von Ihrer Hardware und von den Betriebssystem auf Ihren anderen Rechnern ab.

1.5.2.1. Linux

Wenn Sie ein Linux- oder Unix-System verwenden, können Sie Sie das CD-Image mit folgenden Befehlen mounten:

# losetup /dev/loop0 /path/to/IPCop/iso

anstelle von /path/to/IPCop/iso geben Sie das Gerät im /dev Verzeichnis an, welches Ihr CDROM ist. Ddadurch wird ein „Loopback“- Gerät auf die IPCop-ISO-Datei verlinkt.

# mount -r -t iso9660 /dev/loop0 /mnt/cdrom

Mit diesem Befehl wird das Gerät in einem *nix-Dateisystem gemountet. Sie finden dann das CD-Image im Verzeichniss /mnt/cdrom. Anmerkung: In den meisten Systemen müssen Sie dafür Root-Rechte haben, ansonsten benutzen Sie den Befehl sudo, um Dateisysteme zu mounten.

1.5.2.2. Windows

Es existieren etliche Tools wie ISOBuster oder WinImage, die Sie im Internet finden können, um das ISO-Image zu öffnen. Laden Sie eines dieser Programme herunter und folgen Sie den Anweisungen, um das ISO-Image zu öffnen.

1.5.2.3. Macintosh

Auf Macintosh OS-X-Systemen können Sie das Apple Disk Copy Utility verwenden, um das ISO-Image zu öffnen. Für frühere Versionen von Macintosh-Systemen scheint es leider keine freien Tools zu geben, um ISO-Images zu öffnen. Jedoch haben die meisten CD-Brennerprogramme die Funktion zum Lesen von Images integriert. Sollten Sie also einen CD-Brenner besitzen, überprüfen Sie die beigelegte Software daraufhin.

1.5.3. Das Erstellen von Disketten aus den Images

Sollte Ihr IPCop-Rechner ein CDROM-Laufwerk besitzen, aber das BIOS das Booten von CD nicht zulassen, dann müssen Sie eine bootfähige Diskette erstellen. Sollte Ihr IPCop-Rechner kein CDROM-Laufwerk besitzen, so müssen Sie sowohl die Bootdiskette, als auch die Treiberdiskette erstellen. Beide Diskettenimages finden sie im Verzeichnis /images des ISO-Images.

1.5.3.1. Erstellen von Disketten unter *nix und Macintosh OS X

Unter Linux, Unix und auf Macintosh OS-X-Systemen ist das Erstellen der Disketten von einem Terminalfenster aus mit dem Befehl dd möglich:

# dd if=/mnt/cdrom/images/boot-1.3.0.img of=/dev/fd0 bs=1k count=1440

Benutzen Sie den gleichen Befehl, wobei if= auf das Image der Treiberdiskette zeigt, um erforderlichenfalls die Treiberdiskette zu erstellen.

1.5.3.2. Erstellen der Disktetten unter Windows

Im Verzeichnis /dosutils der CD und ihres ISO-Images werden dazu 2 Tools bereitgestellt, nämlich rawrite.exe und rawwritewin.exe. rawrite.exe ist ein DOS-basierter Befehl, der dazu verwendet werden kann, Disketten aus den .img Dateien im Verzeichnis /images zu erstellen. Entsprechend ist rawwritewin.exe der Befehl, der unter Windows ausgeführt werden kann, um von dort aus die Disketten aus den Images zu erstellen.

1.5.4. Das Bereitstellen der Installationsdateien

Dieser Schritt wird nur benötigt, wenn Sie mittels einer bootfähigen Diskette und eines FTP/Web-Servers installieren wollen. Im Rootverzeichnis / des ISO-Images befindet sich die Datei ipcop.tgz. Diese Datei enthält ein gepacktes Image der IPCop-Festplatte. Kopieren Sie diese Datei auf einen Rechner, auf dem ein Web- oder FTP-Server läuft und wo sie der Server während der Installation finden kann. Während der Installation loggt sich IPCop als anonymer Benutzer auf dem FTP- oder Webserver ein. Beachten Sie, dass die meisten Server anonymen Benutzern keinen Dateizugriff auserhalb der Server-Dateihierarchie gestatten. Auch wenn eine Datei so erscheint, als ob sie auf der obersten Ebene des Verzeichnissystems wäre, wie z.B. /pub so liegen die Datei in Wirklichkeit irgendwo anders, z.B. auf /anonftp/pub.

Wenn Sie Ihr lokales Netzwerk zum ersten Mal aufbauen, geben Sie dem Server eine statische IP-Adresse, die sich im lokalen, GRüNEN Netzwerk befindet. Diese Adressenzuordnung wird nur für die Dauer der Installation benötigt.

Falls Ihr Server bereits mit dem Internet verbunden ist, trennen Sie diese Verbindung und verbinden Sie den IPCop-PC und die anderen Maschinen physisch miteinander. Für eine eingehendere Beschreibung die Adress-Auswahlmöglichkeiten siehe Anhang A. Falls Sie 192.168.1.1 für den IPCop-PC benutzen, ist z.B. 192.168.1.2 eine gute Adresse für den Server. Richten Sie den Server temporär mit einer statischen IP-Adresse ein. Nach dem Ändern einer IP-Adresse müssen Windows-PCs neu gebootet werden, damit die Adressänderung wirksam wird.

Überprüfen Sie, ob auf die IPCop-Installationsdatei ipcop.tgz mittels des entsprechenden FTP-Befehles oder über die Eingabe ihrer URL in einem Browser zugegriffen werden kann. Wenn Sie sicher sind, dass die URL stimmt, können Sie den Download beenden bzw. den Browser schließen.